Salvator Mundi im Louvre Abu Dhabi

Salvator Mundi – das Ministerium für Kultur und Tourismus von Abu Dhabi war der Käufer!

Salvator Mundi von Leonardo da Vinci - Reproduktion

Salvator Mundi- Reproduktion 
Öl auf Leinwand in 46cm x 66cm

Im November 2017 wurde vom Aktionshaus Christi´s das Ölgemälde „Salvator Mundi“ für sagenhafte 450 Millionen Dollar versteigert. Dieses Werk gilt als eines der letzten verbliebenen Gemälde von Leonardo da Vinci. Nun soll das teuerste Gemälde der Welt in Abu Dhabi ausgestellt werden. Das vor wenigen Monaten eröffnete Museum heißt (auch) Louvre, entworfen von Jean Nouvel. Diese Namensgebung wurde der superreichen Herrscherfamilie für 30 Jahre Nutzungsrechte vom Mutterhaus Musée du Louvre in Paris, einem ehemaligen Schloss, mit über einer Milliarde erkauft. Inbegriffen sind in diesem Preis einige Hundert Leihgaben aus 13 französischen Kulturhäusern, darunter auch La Belle Ferronnière, ebenfalls ein Werk Leonardo da Vincis (Auch dieses Meisterwerk ist bei der Manufaktur Chinamaler als handgemalte Reproduktion in Öl auf Leinwand für € 250.- verfügbar). Zudem besitzt das Louvre Abu Dhabi selbst über 600 eigene Ausstellungsstücke.

La Belle Ferronnière - Leonardo da Vinci

La Belle Ferronnière von Leonardo da Vinci – Öl auf Holz in 62 cm x 44 cm (ca. 1499)

Im Pariser Louvre sind zahlreiche weltberühmte Meisterwerke zu ausgestellt. Zu „verdanken“ ist dies den Plünderungen von Napoleon Bonaparte in Europa und Ägypten. Aber viele weltberühmte Werke in fast allen Weltmuseen fanden dort ihren Platz erst durch Krieg und Plünderung anderer Völker. Im Pariser Louvre ist auch das wohl bekannteste Werk der Welt, die Mona Lisa – ebenfalls eine Schöpfung von Leonardo da Vinci – zu. Ob es sich bei den ausgestellten Gemälden dann um die echten Originale handelt ist nicht sicher. Denn nicht selten werden in Museen Reproduktionen der unbezahlbaren Originale gezeigt, um das Original in einem klimaoptimierten Raum zu schonen und vermutlich auch vor Diebstahl zu schützen. Allerdings würden in diesem Fall nahezu perfekte Kopien von begnadeten Restauratoren erstellt, die in monatelanger Arbeit erstellt werden und einige tausend Euro kosten.

Möglicher Weise ist der Kauf des teuersten Gemäldes der Welt eine gigantische Marketing-Aktion, um Abu Dhabi für Touristen noch interessanter zu machen. Eine Investition für eine Zeit, wenn die bisherigen sprudelnden Einnahmen aus dem Erdöl abnehmen oder möglicher Weise sogar ganz versiegen. So wurde bereits kurz nach der Auktion mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen, dass es sich beim Käufer des Gemäldes „Salvator Mundi“ um einen Araber bzw. um eine arabische Institution handelt. Nun hat das Auktionshaus Christie’s bestätigt, dass es sich beim Käufer des Gemäldes um das Ministerium für Kultur und Tourismus in Abu Dhabi handelte.